Wenzel Beck

Was sofort auffällt, ist die ungewöhnliche Reife dieses erst 19jährigen Songwriters. Wenzel Beck komponiert hochemotionale Lieder, die mehr oder weniger klandestine, politische Botschaften enthalten. Ein wichtiges Thema ist ihm der evidente Verlust der Mitmenschlichkeit und Solidarität, wie er in Österreich, aber auch an vielen anderen Orten dieser Welt, in den letzten Jahren sichtbar wurde.

Wenzel Beck ist determiniert genug, um sich künstlerisch selbst zu positionieren. Er ist ein Rohdiamant, der selbst für den eigenen Schliff sorgt. Was ihm dabei zugute kommt, ist, dass ihn Um- und Irrwege mehr interessieren als eine etwaige langfristige Strategie. Und er setzt sich gerne selbst unter Druck. Etwa mit seinem Studium der Technischen Mathematik, das ihn Zeit kostet, aber ihm auch viel Qualitätszeit schenkt. Er übt nie ins Blaue hinein. Stets stellt er sich konkreten, musikalischen Fragen und Problemen. Er wollte schon von klein an viele Lehrer haben. Mit den Jahren und dem Wechsel zur Gitarre wurden diese namhafter.

Mit Größen wie Harri Stojka, Klaus Trabitsch und Karl Ritter kam er bereits in gitarristischen Dialog. Im Wohnzimmer des Jazz Pianisten Roland Guggenbichler hat er das aufgenommen, was sein erstes Album werden wird. Der Song „Der Wind“ ist ja schon längere Zeit auf Airplay in heimischen Qualitätssendern.

Wenzel Beck schreibt kontemplative Lieder, die zum Nachdenken anregen. Mal auf Wienerisch, mal auf Englisch. Eine Akustikgitarre, ein wenig Mundharmonika und ganz viel von dieser ausdrucksstarken Stimme fesseln und lassen nicht mehr los.

Was er über seine Konzerte sagt, gilt auch für sein Album: „Als Künstler will ich eine Geschichte erzählen, Emotionen erzeugen – hier beginnt Musik.“


Sonntag, 15. September – 14.45 Uhr

Pfarrhof, Mittergrabern


Genre: Singer-Songwriter

Zum Reinhören: Der Wind

Besetzung:
Wenzel Beck – Gesang / Gitarre

Web: www.wenzelbeck.com