Ein schallendes Ereignis trotz Regen

Nach dem erfolgreichen Erstlingsfestival 2016 stellte der Graberner Musikfestverein vergangenes Wochenende zum zweiten Mal ein gigantisches Musikangebot an den schönsten Plätzen der Marktgemeinde Grabern auf die Beine – bei freiem Eintritt.

Unglaubliche 110 Programmpunkte quer durch alle Musikrichtungen umfasste das Programm des Musikfestes Grabern 2017. Bereits um 10 Uhr vormittags starteten Musikfans mit Frühschoppen, Jazzbrunch und Workshops in den Tag, genossen ab mittags Singer-Songwriter, Chöre, Wienerlieder, Pop-, Rock-, Folk- und Bluesbands, lauschten aufmerksam bei Klassik- oder Volksmusikdarbietungen, tanzten und sangen bis in den Abend zu Austropop und Oldies.

Geschätzte 2000 Besucher trotzen dem Regen und wechselten mit Fahrrad, Auto oder Shuttle-Bus zwischen den 20 sehr unterschiedlichen Locations, staunten über die charmanten Bühnenstandorte und die einzigartigen Musikdarbietungen. Jede Bühne vermittelte seine eigene Stimmung, manche machten Eltern wie Kinder mit Schnitzeljagd, Musikinstrumente basteln, Kinderschminken, Hüpfburg oder Lamaspaziergängen glücklich, andere punkteten mit außergewöhnlichem kulinarischen Angebot. Allen gemein war jedoch die durchwegs hochwertige Musik, sodass die Entscheidung zu wechseln, wirklich schwer gefallen ist.

Lernfest Konzept aufgegangen

Die Idee, das Lernfest der Leader Region Weinviertel-Manhartsberg unauffällig ins Musikprogramm einzuweben, ist großartig aufgegangen: Das Publikum entdeckte unbekannte Songs, neue Musikrichtungen, Informationen rund um Musikrichtungen, Ideenfindung und Komposition wurden ins Programm eingebaut, außergewöhnliche Instrumente hergezeigt und erklärt, und die Besucher mit in das Programm integriert: U.a. forderte Batala Boom zum Mittrommeln auf, Harrys House regte zum Nachdenken an, das Lumpenback ließ die Teufelsgeige im Kreis gehen, Manfred und Daniel formten aus dem Publikum einen Chor.

Insgesamt 550 Künstler machten Programm und sorgten für Unterhaltung, 56 Gruppen präsentierten neue Musik aus eigener Feder, 42 Programmpunkte vertieften das Wissen oder luden zum Mitmachen ein, acht Musikschulensembles zeigten ihr Können, drei Workshops und zwei Vorträge vervollständigten auf klassische Weise das Lernprogramm.

Aber auch Führungen durch die Kellergasse und die romanische Kirche Schöngrabern, das Künstleratelier von Günter Stockinger in Obergrabern, das Traktorenmuseum der Familie Andrä in Windpassing wurden von vielen Besuchern angenommen. Ein besonderes Highlight für die Kinder war das Kennenlernen eines Zaubertricks von Kinderzauberer Florian.

Kurzfristige Programmänderungen

Bei diesem dichten Programm ist es nicht verwunderlich, dass es zu einigen kurzfristigen Programmänderungen kommt  . Vier Gruppen haben etwa zwei Wochen vor der Veranstaltung abgesagt, und konnten durch ähnliche Partien ersetzt und auch noch ins Programmheft aufgenommen werden. Zwei Auftritte wurden krankheitsbedingt erst am Freitag abgesagt, und wurden kurzerhand von bereits anwesenden Musikern absolviert – das Publikum hat sich dankenswerterweise nicht daran gestört!